Fazit

Schon bald ist unser Blog zu Ende, Zeit das Geschriebene nochmals zusammenzufassen.

Menschen, die ein Recht auf Vergessen fordern, wollen, dass Daten über uns nicht ewig aufbewahrt werden. Sobald die Daten nicht mehr benötigt werden, sollen sie gelöscht werden. Diese Bewegung wurde durch das Gerichtsverfahren von Mario Costeja González gegen Google ausgelöst und hat in Max Schrems, der gegen Facebook klagt, einen Unterstützer gefunden. Als Reaktion der grossen Suchmaschinen auf den Gerichtsentscheid im Fall Costeja González, wurde ein Löschformular eingeführt. Dieses ist allerdings nur begrenzt sinnvoll. Ersten ist er ziemlich schwer zu finden und zweitens wird dadurch das eigentliche Problem eines unliebsamen Inhaltes im Netz nicht gelöst. Ausserdem wird durch ein solches Löschformular den Suchmaschinen auch noch die Verantwortung übertragen Inhalte aus ihren Indexen zu löschen, sodass sie dadurch noch mehr Kontrolle über die angezeigten Suchtreffer erhalten als sie ohnehin schon haben. Ein Missbrauch dieser Funktion, von Seiten der Nutzenden aber schon gar nicht von Seiten der Suchmaschinen, kann auch durch diverse Vorsichtsmassnahmen nicht vollständig ausgeschlossen werden. Des Weiteren haben Unternehmen wie Google, Facebook oder auch Amazon und ähnliche grosses Interesse daran ihre Kunden möglichst genau zu kennen damit sie ihnen personalisierte Werbung zeigen und so Geld verdienen können. Das bedeutet, dass sie natürlich nicht erpicht darauf sind, ein solches Recht umzusetzen, schliesslich will kein Unternehmen sich selbst schaden.

Die Ansätze ein Recht auf Vergessen durchzusetzen sind noch zu wenig ausgereift. Einerseits können die zuvor erwähnten Schwierigkeiten nicht beseitigt werden, andererseits sind Ideen wie ein Verfallsdatum für Information oder ein Digital Rights Management System für Privatpersonen gar nicht oder noch zu wenig entwickelt und technisch noch nicht umgesetzt. Momentan ist es wohl eher so, dass sich nur einzelne gegen das Datensammeln von Unternehmen und Regierungen wehren und das Recht auf Vergessen nur wenigen ein Bedürfnis zu sein scheint.

Wir halten es allerding für ein wichtiges Thema, da es dem Kontrollverlust über die eigenen Daten vorbeugen will. Möglicherweise wir es in ein paar Jahren eine brauchbare und zufriedenstellende Lösung geben. Aber bis dahin bleiben uns wohl einfach nur das Abwarten und der verantwortungsvolle Umgang mit unseren Daten.

 

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