Bing und das Recht auf Vergessen

Als erstes möchten die Autorinnen in diesem Blogeintrag darauf eingehen, was Bing überhaupt ist, um danach festzuhalten, was Bing für das Recht auf Vergessen tut.

Bing ist, wie der Marktbeherrscher Google, eine Websuchmaschine und wird vom Softwarehersteller Microsoft betrieben. Die Suchmaschine Bing ist seit Juni 2009 auf dem Markt und wurde 2012 redesignt. (Wikipedia, 2015) Über die Startseite bing.com kann man neben der Suche im Web auch nach Bilder, Videos, Karten und News suchen. Ebenfalls über die Startseite kann man direkt auf Outlook.com, Office Online und MSN zugreifen, dafür braucht man allerdings ein Microsoft- oder Hotmail-Konto.

Im Februar 2015 war Bing mit einem Marktanteil von 2.59% nach Google (mit 94.84%) die beliebteste Suchmaschine in Deutschland. (seo-united.de, 2015)

Im Jahr 2012 gab es Kritik an Bing, weil die Suchmaschine die Bildtreffer im Vollbild auf der eigenen Seite angezeigt hat. So dass die Nutzer nicht immer auch die Webseite wechseln müssen, auf welcher das gefundene Bild aufgeschaltet wurde. Dieses Layout ist allerdings nur für die USA freigeschaltet und wird von den Webmastern stark kritisiert. (Haupt, 2012)

Doch was macht Bing in Bezug auf das Thema „Recht auf Vergessen“? Nach dem Gerichtsentscheid des EuHG im Mai 2014 und nach dem Google eine Möglichkeit zum Löschen von unliebsamen Indexeinträgen geschaffen hatte, musste natürlich auch Bing etwas unternehmen. Seit Juli 2014 verfügt nun auch diese Suchmaschine über ein Formular für Löschanträge. Dieses Formular ist sehr umfangreich und enthält nebst Angaben zur eigenen Identität auch eine genaue Begründung, weshalb man eine bestimmte URL aus dem Suchmaschinenindex entfernen lassen möchte. (Spiegel Online, 2014)

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